Hallo Freunde – da bin ich wieder!
Als ich am Morgen meines Geburtstages aufwachte, dachte ich zuerst daran, dass dieses schon der zweite Geburtstag ohne Jens ist … sofort war da wieder der dicke Kloß im Hals … reiß dich zusammen, Renate, muss ja keiner wissen, wie weh das noch immer tut … ab unter die Dusche…
Ich wollte euch doch von meinen Geburtstagsfestivitäten berichten, geht gleich los:
Mein Übernachtungsbesuch (meine alte Freundin Gertrud und ihr Mann Friedhelm) und ich mussten an diesem Tag früh aufstehen, wir wollten nämlich mit dem Zug zum Brunch nach Berlin (man gönnt sich ja sonst nichts). Mit von der Partie waren noch Sonja und Bernhard und meine Freundin Antje aus Kyritz. Wir sind mit einem Brandenburg-Ticket und einer Einzelfahrkarte ab Neustadt(Dosse) losgefahren nach Berlin Hbf, von dort mit einer Großraumtaxe zum Restaurant mitten in den Kreuzberger Kiez. Im Zug haben wir mitgebrachten Sekt und Bier (natürlich für Bernhard) zu uns genommen und mit dem Schaffner herumgeblödelt – warum er drei rote Streifen auf der Uniform habe? „Das heißt, dass ich lesen, schreiben und rechnen kann“, erklärte er uns. So ist das also!
Im Restaurant kamen dann noch Angela und Stulle (das ist unser Sohn) mit ihren Familien dazu. Das Lokal war gewählt worden, weil dort ein Spielzimmer für Kinder vorhanden ist, dann kann man in Ruhe erzählen und essen. Waren dort viele Kinder! Kinder an der Brust, im Kinderwagen, krabbelnd auf dem Boden, spielend im Spielzimmer – alle friedlich, kein Schreien, kein Kreischen, entspannte Atmosphäre, unglaublich, eben Berlin. Angelas erster Mann, unser Ex-Schwie-So Ulf aus Zürich, kam auch noch dazu, da er an diesem Wochenende seine Kinder Ben und Dita hatte. (Ich hatte früher mal einen Kollegen, der immer von seiner Ex-Schwie-Mu sprach, das fand ich schrecklich, inzwischen bin ich selber Ex-Schwie-Mu). Diese gute neue Zeit lehrt einen Dinge, die man nie für möglich gehalten hätte …
Am Nachmittag dann retour nach Neustadt und nach einem kurzen Ausflug auf den immer noch zugefrorenen Kyritzer See nach Hause aufs Sofa.
Ich hatte dann praktisch jeden Tag der Woche Besuch – die Nachbarn, die Sportgruppe usw. -, immer verbunden mit Kaffee trinken und Kuchen essen, klar. Ganz besonders gefreut habe ich mich aber über den Besuch des Lokalreporters unserer Tageszeitung, der auch zum Gratulieren kam. Ich bewundere immer, wie er sowohl über ganz banale als auch über komplizierte Sachverhalte in einer flüssigen und leicht verständlichen Art und Weise berichtet.
Nun ist alles wieder vorbei, es war sehr schön. Dank an alle, die an mich gedacht haben! Ein Wermutstropfen: Mein Pfunde auf den Rippen haben sich gesteigert, meine Pfunde auf dem Konto haben sich verringert – such is life!
P.S. Sehr schön war auch, dass mir 2 Ständchen gesungen wurden: Auf der Rückfahrt von Berlin trug Gertrud mit ihrer schönen klaren Stimme den noch folgenden Text vor und am Tag nach meinem Geburtstag kam morgens auch ein langes schönes Lied per Telefon von einer Freundin aus Hessen; das war toll!
Lied: Freu Dich über jede Stunde
Melodie: Freude schöner Götterfunken
Freu Dich über jede Stunde,
die Du lebst auf dieser Welt.
Freu Dich, dass die Sonne aufgeht
und auch, dass der Regen fällt.
Du kannst atmen, Du kannst fühlen,
kannst auf neuen Wegen gehen.
Freu Dich, dass Dich and´re brauchen und
Dir in die Augen seh´n.
Freue Dich an jedem Morgen,
dass eine neuer Tag beginnt.
Freu Dich an den Frühlingsblumen
und am kalten Winterwind.
Du kannst hoffen, Du kannst kämpfen,
kannst dem Bösen widerstehn.
Freu Dich, dass die dunklen Wolken
Irgendwann vorübergehn.
Freue Dich an jedem Abend,
dass Du ein Zuhause hast.
Freue Dich an schönen Stunden
und vergiss die laute Hast.
Du kannst lieben, Du kannst träumen,
jemand kann Dich gut verstehn.
Freu Dich über jede Stunde,
denn das Leben ist so schön.
In diesem Sinne – Eure Renate