Ruhephase

Hallo Fans,

im Moment passiert hier nicht viel. Das Wetter ist immer noch schön (wird wahrscheinlich erst zum kommenden verlängerten Wochenende 1. bis 3. Mai schlechter, weil dann wieder die Kinder hier sind – elende Pessimistin, würde Angela sagen), mit den Tieren ist z.Zt. alles in Ordnung – toi, toi, toi – , aber sonst ereignet sich leider wenig.

Die Obstbäume blühen verschwenderisch, wenn das alles ansetzt, brauchen wir im Herbst eine ganze Kolonne von Obstpflückern. Wir bringen die Äpfel und Birnen immer zur Mosterei und bekommen dafür Saft, sehr lecker, wandert hauptsächlich nach Berlin, aber das ist ja in Ordnung, so brauchen die jungen Familien für ihre Kinder keinen teuren Saft zu kaufen.

Clara legt jetzt Eier von ihrem neuen ständigen Begleiter,  Ganter Kurt. Wenn man in die Nähe des Nestes kommt, braucht man Begleitschutz. Bis jetzt hat er mich noch nicht angegriffen nach dem Motto: „Die Hand, die einen füttert, beißt man nicht.“ Aber ich muss immer damit rechnen, dass er auch nach mir hackt, denn er ist fürchterlich aggressiv anderen Personen und vor allem Stella gegenüber. Ich gehe mit äußerster Aufmerksamkeit in das Gehege zum Füttern und Tränken und komme mir vor wie ein Dompteur, der ständig aus den Augenwinkeln heraus nach seinen Raubtieren schielen muss.

Wenn ich mit Stella meine Abendrunde drehe, komme ich immer an den Gärten der unbewohnten Bauernhäuser vorbei, die zu mancher Zeit einen traurigen Anblick bieten und deren Perspektivlosigkeit mich so manches Mal bedrückt, aber jetzt grünen die Linden, die alten Apfelbäume blühen, darunter grasen Schafe mit ihren Lämmern, die Pracht des Frühlings lässt sogar diese alten Gemäuer geheimnisvoll schön erscheinen.

Also, der langen Rede kurzer Sinn: ich muss mal wieder was unternehmen (nach Berlin?),  solange die Ruhe hier noch anhält. Aber erst kommt ja das verlängerte Wochenende mit Familienbesuch.

Ich werde berichten!! Eure Renate

Sags in Deinen Worten.